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The interpretation of abnormal sexchromatin incidence in human breast tumors on the basis of DNA measurements

Authors
Journal
European Journal of Cancer (1965)
0014-2964
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
3
Issue
6
Identifiers
DOI: 10.1016/0014-2964(68)90080-7

Abstract

Zusammenfassung 1. (1) Bei 20 normalen Brustdrüsen, 8 gutartigen Tumoren und 60 Mammakarzinomen wurden Sexchromatin, Kerngrösse, DNS-gehalt und Mitoseindex bestimmt. Die Werte sind bei gutartigen Tumoren annähernd gleich wie bei normalem Gewebe (über 70% Zellkerne mit 1 Sexchromatinkörperchen (SB), über 90% annähernd diploide Kerne). 22 Karzinome mit hohem Gehalt (52%) an Nuclei mit 1 SB enthalten noch 79% annähernd diploide Kerne. In sexchromatinarmen Karzinomen ( 10–30% positive Kerne) sind 54% der Nuclei noch annähernd diploid, 46% hypo-hypertetraploid. Bei sog. sexchromatinnegativen Tumoren und Karzinomen mit hohem Prozentgehalt an Kernen mit 2 und mehr SB sind nur noch 15% der Kerne annähernd diploid, 60% annähernd tetraploid und 25 % haben extrem hohe DNS-Werte. Das Verschwinden der Kerne mit 1 SB geht in Mammakarzinomen somit parallel mit dem Verschwinden der annähernd diploiden Zellen. 2. (2) In normalem Gewebe und in gutartigen Tumoren weisen sexchromatinpositive und negative Nuclei gleiche DNS-Werte auf. Demgegenüber zeigen die negativen Kerne auch in Karzinomen mit hohem Prozentgehalt an Kernen mit 1 SB eine Tendez zur Hyperdiploidie. Karzinome (Mosaike), die aus sexchromatinnegativen und aus Kernen mit mehreren Chromozentren aufgebaut sind, zeigen hohe DNS-Werte, die für die verschiedenen Zellkerntypen verschieden sein können. Dieser Befund spricht für das Vorliegen verschiedener Zellstämme. 3. (3) Bei 80 Patienten ohne hormonale Behandlung, mit einer Beobachtungszeit von 6 Jahren, wurden Sexchromatinvorkommen und Ueberlebenszeit verglichen. Von den Patienten mit sexchromatinpositiven Tumoren überleben 62,5% im Vergleich zu 27,5% mit negativen Karzinomen die 5 Jahresgrenze. Die mittlere Ueberlebenszeit der sexchromatinpositiven Karzinome ist signifikant höher bei den Patienten, welche bei der Operation bereits Lymphknotenmetastasen aufwiesen. Die Differenz ist hoch signifikant, wenn nur histologisch undifferenzierte Karzinome mit regionalen Lymphknotenmetastasen in Betracht gezogen werden. Das Verschwinden der sexchromatinpositiven Nuclei in Mammakarzinomen wird deshalb als Zeichen der zellulären Entdifferenzierung aufgefasst, das sich der Histologischen Entdifferenzierung aufpfropft und die Malignität eines Mammakarzinoms erhöht.

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