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Veränderungen der akademischen Personalstruktur in den Neuen Bundesländern am Beispiel der Humboldt-Universität : handlungsleitende Prinzipien, Ergebnisse und Nebenfolgen

Authors
Publisher
Westdt. Verl.
Publication Date
Keywords
  • Education
  • Bildung Und Erziehung
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Ddr
  • Neue Bundesländer
  • Berlin
  • Hochschule
  • Beschäftigtenstruktur
  • Akademikerberuf
  • Sektion Bildung Und Erziehung
  • Bildungswesen Tertiärer Bereich
  • University Education
  • Applied Research
  • Anwendungsorientiert

Abstract

"Die sog.'Erneuerung' der ostdeutschen Hochschulen beinhaltete nicht nur eine Veränderung der Inhalte von Forschung und Lehre und eine inhaltliche und politische Überprüfung des gesamten wissenschaftlichen Personals, sondern auch eine Anpassung der Personalstruktur an das westdeutsche System. Zunächst soll die Personalstruktur an DDR-Hochschulen erläutert werden. Dann soll die Herausbildung der modernen westdeutschen Personalstruktur seit der Verabschiedung des Hochschulrahmengesetzes und die Begründung für die darin festgelegten Strukturprinzipien rekonstruiert werden. Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme werden dargestellt. Die Verschärfung der Zeitvertragsproblematik infolge von arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen durch die Novellierung des HRG von 1985 wird ebenfalls behandelt. Die rechtlichen und institutionellen Verfahrensweisen bei der Umsetzung der personellen Überleitung in die neue Struktur werden am Beispiel der Humboldt-Universität dargestellt (Neuausschreibung aller Professorenstellen; Überprüfung und Zuordnung zu Stellenkategorien für alle übrigen WissenschaftlerInnen). Bei der Übertragung westdeutscher Strukturen auf das Verhältnis von befristeten und unbefristeten Stellen im Akademischen Mittelbau orientierte man sich nicht an den realen Verhältnissen, sondern an idealtypischen Modellen. Zugleich erfolgte die Umwandlung bisher unbefristeter Mittelbaustellen in befristete Arbeitsverhältnisse nicht erst nach dem Auslaufen bisheriger Verträge, sondern die Verträge des bisherigen Personals wurden verändert. Ein besonderes Problem stellt in diesem Prozeß der grundsätzlich fehlende Kündigungsschutz im BAT-Ost für langfristige Arbeitsverhältnisse dar (der im Westen für Angestelltenverträge im öffentlichen Dienst ab 15 Dienstjahren besteht), wodurch dort jederzeit Bedarfskündigungen bzw. entsprechende Änderungskündigungen möglich sind. Es wird darauf eingegangen, welche Folgen es hat, wenn ältere WissenschaftlerInnen aufgrund dieser strukturellen Veränderungen befristete Arbeitsverhältnisse erhalten, die als Nachwuchsstellen definiert sind und eigentlich für Menschen in einem ganz anderen Stadium ihrer wissenschaftlichen und persönlichen Biographie gedacht sind. Die Auswirkungen der Veränderungen auf den relativen Grad an Abhängigkeit und Selbständigkeit des akademischen Mittelbaus sollen ebenso thematisiert werden wie die Folgen für die Realisierungschancen der von PolitikerInnen prgrammatisch verkündeten Absichtserklärungen zur Verbesserung der Qualität der Lehre." (Autorenreferat)

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