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Der Einfluß von Graphtyp und Graphanordnung auf das Graphverstehen bei der Analyse von Verläufen

Authors
Publisher
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Publication Date
Keywords
  • Visuelle Wahrnehmung
  • Grössenwahrnehmung
  • Graphische Präsentation Von Daten
  • Liniendiagramm
  • Säulendiagramm
  • Graphical Presentation Of Data
  • Line Graph
  • Bar Chart
  • Media: Design Tools
  • Illustrations
  • Types Of Presentation
  • Graph Type: Bar Graph Line Graph
  • Psychology

Abstract

Wenn man mehrere Verläufe graphisch darstellen will, so kann man für jede Datenreihe ein gesondertes Diagramm (Juxtaposition) oder alle Verläufe in einem einzigen Diagramm (Superposition) präsentieren. Innerhalb dieser Graphanordnung erschienen als Graphiktypen Säulendiagramm und Liniendiagramm sinnvoll. Ausgehend von der Hypothese, daß Unterschiede zwischen den Graphikvarianten mit zunehmender Schwierigkeit deutlicher hervortreten, wurde die Anzahl der Datenreihen variiert. Ziel der Untersuchung war die empirisch zu überprüfende Frage, welchen Einfluß diese 3 Faktoren auf das Erkennen von Kurvenverläufen ausüben, wobei die Wahrnehmung von Kurvensteigungsveränderungen im Vordergrund stand. Zu diesem Zweck wurde ein recht kompliziertes Computerexperiment entworfen, dem sich 20 Vpn unterworfen haben. Wie schon früher nachgewiesen, sind Säulendiagramm und Liniendiagramm vergleichbar gut geeignet, einen Kurvenverlauf bei einer einzigen Datenreihe wahrzunehmen. Dies könnte der Grund dafür sein, daß unter der Graphanordnung Juxtaposition im wesentlichen keine Graphtypunterschiede auftreten, unabhängig davon, wie viele Datenreihen präsentiert werden. Nur unter der Anordnung Superposition wächst der Vorteil des Liniendiagramms zugunsten des Säulendiagramms mit zunehmender Anzahl der Datenreihen recht deutlich. Jedoch ist die Anordnung Superposition spätestens bei 8 Datenreihen unabhängig von Graphtyp überfordert. Das superpositionierte Liniendiagramm hält bis zu 4 Datenreihen mit der Graphanordnung Juxtaposition mit, ist jedoch bei 8 Datenreihen fehleranfälliger. Die Untersuchung ist der erste Teil einer umfangreichen Testserie, in deren Mittelpunkt die Spezifizierung von Interaktionen zwischen Fragestellungen und Graphikvarianten steht.

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