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Versorgungsforschung und Geriatrie: Defizite und Forschungsansätze am Beispiel des kolorektalen Karzinoms und der Anämie

Authors
Publisher
Elsevier GmbH
Publication Date
Volume
101
Issue
9
Identifiers
DOI: 10.1016/j.zgesun.2007.09.005
Keywords
  • Krebs
  • Geriatrische Onkologie
  • Früherkennung
  • Kolonkarzinom
  • Anämie
  • Versorgungsforschung
  • Cancer
  • Early Detection
  • Colorectal Carcinoma
  • Anaemia
  • Health Services Research

Abstract

Zusammenfassung Die Zahl alter Menschen mit Krebserkrankungen wird in den nächsten Jahrzehnten erheblich zunehmen. Die Krebserkrankungen werden die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache ablösen. Alte Patienten mit Krebserkrankungen werden seltener als junge Patienten in klinische Studien integriert. Daten der Versorgungsforschung zeigen, dass alte Patienten gegenüber jungen Patienten häufiger nicht leitliniengerecht diagnostiziert und behandelt werden. Dies wird exemplarisch am Beispiel des kolorektalen Karzinoms und der Anämie dargestellt. Alte Menschen nehmen seltener an Früherkennungsuntersuchungen für das kolorektale Karzinom und seine Vorstufen teil. Sie werden im Stadium III nach UICC seltener mit einer adjuvanten Chemotherapie behandelt, obwohl deren Verträglichkeit und Nutzen auch bei alten Patienten belegt ist und in Leitlinien empfohlen wird. Im Stadium IV nach UICC wird seltener eine palliative Chemotherapie angewandt. Eine Anämie tritt bei über 65-Jährigen mit einer Prävalenz von ca. 10% auf, die Angaben schwanken erheblich. Daten über den Grad der Abklärung liegen für Deutschland nicht vor. Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Anämie fehlen in Deutschland. Die Erfassung der Versorgungssituation älterer onkologischer Patienten wird in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen, um Defizite in der Diagnostik und Therapie zeitnah aufzudecken und eine zielgerichtete Optimierung der Versorgung zu ermöglichen.

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