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Euphorbiaceen oder Wolfsmilchgewächse : Schluss

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Nerthus - Euphorbiaceen oder Wolfsmilchgewächse Universitätsbibliothek JCS Frankfurt am Main Sammlung deutscher botanischer Zeitschriften 1753-1914 Nerthus ill. Wochenschr. für Tier- u. Pflanzenfreunde ; Organ für Sammler u. Freunde aller naturwiss. Zweige Euphorbiaceen oder Wolfsmilchgewächse - Schluss Knorr, Leopold Hamburg-Altona, 1902 urn:nbn:de:hebis:30:4-46750 - 13» - Euphorbiaceen oder Wolfsmilchgewächse. Von Leopold Knorr. Mit drei Abbildungen. (Schluss.) ie meisten Euphorbiaceen enthalten eine reichliche Menge des ge¬ wöhnlich weiss gefärbten Saftes in sog. Milchröhren. Wenn man eine unserer heimischen Euphorbia-Arten ab¬ pflückt, tritt an der Bruchstelle ein grösserer oder kleinerer Tropfen einer weissen Flüssigkeit hervor, die »Wolfs¬ milch«. Milchröhren kommen auch bei anderen Pflanzen noch vor. Es sind ursprünglich Pflanzenzellen, welche sich schon früh differenzieren und dann mit der Pflanze fortwachsen. Sie verzweigen sich und durchdringen die Pflanze oft auf meterlange Strecken. Die Flüssigkeit enthält Gummi, Harze, Kautschuk, Fett und Wachs in feinster Emulsion, da¬ neben können noch andere Substanzen, Gerbstoffe, Salze u. dergl. in den Lö¬ sungen enthalten sein. Die Bedeutung der Milch in der Pflanze ist noch nicht sicher aufgeklärt. Als Nahrungswege scheinen die Milch¬ röhren nicht zu dienen, da auch bei hungernden Pflanzenteilen der Milchsaft sich nicht verringert, was eintreten müsste, wenn die in der Milch enthaltenen Sub¬ stanzen Nahrungsstoffe für die Pflanzen enthielten. Die z. T. scharf schmecken¬ den Säfte in den Milchröhren schützen die Pflanzen gegen Verletzungen durch Tiere, sie dienen als Schutzmittel gegen Tierfrass. Ist eine Verwundung einer Wolfsmilchpflanze eingetreten, so quillt der Saft heraus, die flüssigen Bestand¬ teile verdunsten und die dicken, an der Luft gerinnenden Tropfen bilden einen luftdichten, wirksamen Wundverschluss. Einen ähnlichen Wundverschluss besitzen die Kirsch- und Mandelbäume im Wund¬ gummi und viele Na

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