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Der Sturz im Krankenhaus: Ein Qualitätsindikator?

Authors
Publisher
Elsevier GmbH
Publication Date
Volume
101
Issue
9
Identifiers
DOI: 10.1016/j.zgesun.2007.09.022
Keywords
  • Sturz
  • Qualitätsindikator
  • Geriatrie
  • Fall
  • Quality Indicator
  • Geriatric

Abstract

Zusammenfassung In der Diskussion um Patientensicherheit und Qualitätsindikatoren rückt der Sturz auf Grund der hohen Inzidenz von Stürzen zunehmend in den Fokus. In der vorliegenden Untersuchung wurden 811 Stürzer (Gesamtzahl der Stürze: 1177) und 5229 Nicht-Stürzer einer geriatrischen Klinik unter folgender Fragestellung verglichen: Sind Stürze mit einem schlechteren mobilitätsbezogenen Outcome (Barthel-Index) assoziiert? Ergebnisse: Signifikante Unterschiede wiesen die folgenden Variablen auf: weibliches Geschlecht (Stürzer 63,4% vs. Nicht-Stürzer 69,8%), Verweildauer (Stürzer 27,1 Tage vs. Nicht-Stürzer 19,3 Tage), Barthel Index bei Aufnahme (Stürzer 39,3 Punkte vs. Nicht-Stürzer 48,3 Punkte). Es gibt keinen linearen Zusammenhang zwischen der Sturzrate und der Mobilität (Barthel – Index bei Entlassung). Die niedrigsten Sturzraten wiesen die BI-Gruppen 80–100 Punkte (6,4%) und 0 – 20 Punkte (13,4%) auf. In zwei der drei mobilitätsbezogenen Items des Barthel-Index (Transfer, Gehen/Rollstuhlfahren) ist eine höhere Sturzrate mit einem besseren Outcome assoziiert. Verletzungen oder Schmerzen waren bei nur 44% der Stürze die Folge (Frakturrate 1,4%). Schlussfolgerungen: Bei einem Vergleich von Sturzraten ist eine Risikoadjustierung notwendig. Stürze sind kein geeigneter Qualitätsindikator für die mobilitätsbezogene Ergebnisqualität bei geriatrischen Patienten.

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