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Eine neue "Frauenkrankheit"? Zur Problematik der Diagnose MPS (Multiple Persönlichkeitsstörung)

Authors
Publisher
Deutschland
Publication Date
Keywords
  • Psychology
  • Psychologie
  • Psychological Disorders
  • Mental Health Treatment And Prevention
  • Psychische Störungen
  • Behandlung Und Prävention
  • Persönlichkeit
  • Psychische Störung
  • Diagnose
  • Frau
  • Sexueller Missbrauch
  • Trauma
  • Therapie
  • Personality
  • Mental Disorder
  • Diagnosis
  • Woman
  • Sexual Abuse
  • Trauma
  • Therapy

Abstract

www.ssoar.info Eine neue "Frauenkrankheit"? Zur Problematik der Diagnose MPS (Multiple Persönlichkeitsstörung) Schmidt, Tanja Veröffentlichungsversion / Published Version Zeitschriftenartikel / journal article Empfohlene Zitierung / Suggested Citation: Schmidt, Tanja: Eine neue "Frauenkrankheit"? Zur Problematik der Diagnose MPS (Multiple Persönlichkeitsstörung). In: Psychologie und Gesellschaftskritik 21 (1997), 1, pp. 43-55. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-289226 Nutzungsbedingungen: Dieser Text wird unter einer CC BY-NC-ND Lizenz (Namensnennung- Nicht-kommerziell-Keine Bearbeitung) zur Verfügung gestellt. Nähere Auskünfte zu den CC-Lizenzen finden Sie hier: http://creativecommons.org/licenses/ Terms of use: This Dokument is made available under a CC BY-NC-SA Licence (Attribution-Attribution-NonCommercial-ShareAlike). For more Information see: http://creativecommons.org/licenses/ Tanja Schmidi Eine neue »Frauenkrankheit«? Zur Problematik der Diagnose MPS (Multiple Persöl1lichkeitsstörung)l Im Frühjahr 1993 erschienen in der Frauenberatung und Selbsthilfe von Wildwasser Berlin, wo ich zu der Zeit arbeitete, eine ganze Reihe von Frauen, die kürzlich in ihren ambulanten Therapien als »Multi­ ple« diagnostiziert worden waren und sich uns unter diesem Vorzei­ chen vorstellten. Ihre Selbstdarstellung spaltete unser Team in kür­ zester Zeit in zwei Lager: in diejenigen, die einen neuen psychiatri­ schen Etikettenschwindel zu erkennen meinten auf der einen Seite, und diejenigen, die endlich einen Namen zu finden meinten für eine Symptomatik, die bisher allenfalls als Schizophrenie beschrieben wor­ den sei, nun aber - als Bewältigungsstrategie sexueller Gewalterfah­ rungen endlich als das gewürdigt werde, was sie ist: eine (multiple) Persönlichkeitsspaltung. Die Betroffenen schienen unter dem Vorzeichen der Diagnose vor allem einer inneren Ambivalenz Ausdruck geben zu können: »multipel« zu »sein«, hieß für sie: "die, die die sexuelle Gewalt

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