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Der Pfad der "individuellen Professionalisierung" : ein Beitrag zur kritisch-konstruktiven erziehungswissenschaftlichen Berufsgruppenforschung ; Fritz Schütze zum 65. Geburtstag

Authors
Publisher
Deutschland
Publication Date
Keywords
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Methods And Techniques Of Data Collection And Data Analysis
  • Statistical Methods
  • Computer Methods
  • Sociology Of Work
  • Industrial Sociology
  • Industrial Relations
  • Erhebungs- Und Analysetechniken Der Sozialwissenschaften
  • Industrie- Und Betriebssoziologie
  • Arbeitssoziologie
  • Industrielle Beziehungen
  • Berufliche Integration
  • Qualifikation
  • Interpretation
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Berufsrolle
  • Kollektivbewusstsein
  • Erwachsenenbildung
  • Konzeption
  • Institutionalisierung
  • Organisation
  • Biographie
  • Beruflicher Aufstieg
  • Professionalisierung
  • Kollektive Biographie
  • Narration
  • Occupational Integration
  • Qualification
  • Interpretation
  • Federal Republic Of Germany
  • Occupational Role
  • Collective Consciousness
  • Adult Education
  • Conception
  • Institutionalization
  • Organization
  • Biography
  • Career Advancement
  • Professionalization
  • Collective Biography
  • Narration
  • Descriptive Study
  • Empirical
  • Qualitative Empirical
  • Theory Application
  • Deskriptive Studie
  • Empirisch
  • Empirisch-Qualitativ
  • Theorieanwendung

Abstract

Die Stabilisierung von Erinnerungsbildern geschieht durch primäre Konstruktionen der Rahmung. Dazu gehören lebensweltliche Milieus sowie biographische Narrationen und Familien-Erzählungen, die einzelne Ereignisse und Bilder auswählen, mit Bedeutung belegen, kommunizierbar machen und in ihrer Vielfalt zusammenhalten. Sekundäre Formen der Rahmung treten ein, wenn das stabilisierende primäre Band des Milieus und der Erzählung zerrissen und das grundlegende Insider-Wissen abhanden gekommen ist. Die Auswahl materieller Bilder und Relikte und ihre Überführung in neue institutionelle Kontexte wie Archive und Museen führen zu einer 'Umspeicherung' und 'Umbettung' in neue Kontexte und schaffen damit allererst die Chance ihrer zeitlichen Existenzverlängerung. Diese beruht auf einer neuen Rahmung, die mit einer neuen Erzählung, diesmal aus der Perspektive von Historikern oder Ausstellungsmachern, einhergeht. Indem das Outsider-Wissen auf diese Weise das Insider-Wissen ersetzt, verwandelt sich unsichtbar aber merklich die Qualität der Objekte als Erinnerungsträger: Es hat ein Wandel von individueller Erfahrung hin zu öffentlicher Inszenierung stattgefunden, womit sich der Radius der potentiellen Teilhaber an dieser Erinnerung radikal vergrößert hat. In dem Maße, wie das primäre Wissen ausbleicht, muss ein sekundäres Wissen an seine Stelle treten, und diesem muss, um wiederum die Qualität einer Erinnerung zu gewinnen, die Imagination zur Hilfe kommen. (ICF2)

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