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L'ombre de l'islam [les figurations de la pratique religieuse dans la peinture orientaliste du 19ème siècle]

Authors
Journal
Actes de la recherche en sciences sociales
0335-5322
Publisher
CAIRN
Publication Date
Volume
75
Issue
1
Identifiers
DOI: 10.3406/arss.1988.2866

Abstract

Der Schatten des Islam. Ausgehend von der Feststellung, daß die orientalische Malerei es nicht erreicht hat, der islamischen Religiösität wirklich gerecht zu werden, analysiert der Autor die Gründe eines solchen Scheiterns. Sie liegen ihm zufolge darin, daß die europäische Sensibilitat dieses Problem mit einem agnostischen Bewußtsein angeht, die islamischen Gesellschaften zum anderen die Darstellung lebendiger Geschöpfe - z u mal in der Moschee - verbieten. Mit der heraufkommenden Epoche des europäischen Imperialismus setzt sich diese Blindheit fort, ungeachtet systematisch unternommener Versuche. Einer der bemerkenswertesten ist jener von Jean-Léon Gérôme, einem der Meister des Akademismus, und der von Etienne Dinet, der in seinem Bemühen um Sympathie und Verstandnis zum Islam überstritt. Das Scheitern dieser Versuche scheint darauf zurückführbar, daß die Orientbegeisterung unfähig war, den Islam als historisches Objekt zu erfassen, ihn stattdessen als Attribut einer uralten Essenz begriff, die fremd und ursprünglich bleiben sollte.

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