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Compte-rendu de Heinrich-August Winkler: Geschichte des Westens

Authors
Publication Date
Keywords
  • Western Civilization
  • Arts & Humanities :: History [A04]
  • Arts & Sciences Humaines :: Histoire [A04]

Abstract

WinklerWesten Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert von Dr. Christoph Brüll, Fonds de la Recherche Scientifique / Universität Lüttich Was ist der Westen? Wie wurde er zu dem, was er ist? Heinrich August Winkler versucht im (bis ins Jahr 1914 reichenden) ersten einer auf zwei Bände angelegten Darstellung auf diese Fragen zu antworten, die sich ihm nach seiner so erfolgreichen deutschen Geschichte auf dem „langen Weg nach Westen“ stellten. Dabei definiert er eingangs den Westen als ein „normatives Projekt“ , einer Deutung, der man einiges abgewinnen kann, die jedoch eine (zu) starke Konnotation von Planung in sich trägt. Winklers Buch ist in jeder Hinsicht gewichtig. Auf rund 1200 Textseiten führt er den Leser vom Altertum bis zum Ersten Weltkrieg. Dabei sind seine Darstellungen und Analysen wie immer anregend und präzise, sprachlich auf ungemein hohem Niveau. Dass der Verfasser stets Entscheidungen über Auslassungen und Gewichtungen treffen muss, ist unabdingbar, nicht alle erscheinen jedoch nachvollziehbar. Winkler schreibt fast ausschließlich Politik- und Ideengeschichte. Kultur und Soziales, Demographisches und Ökonomisches gehören für ihn nicht zum Wesen und Werden des Westens. Noch problematischer ist jedoch, dass er gänzlich darauf verzichtet, die Wahrnehmung des Westens von Außen in den Blick zu nehmen. Es mag bei einem solch umfangreichen Werk kleinlich erscheinen, Kritik an der Auswahl der Inhalte zu üben, es sei jedoch angemerkt, dass beispielsweise der für Winkler überragenden Bedeutung des Monotheismus in seiner jüdisch-christlichen Ausprägung eine leider nur periphere Schilderung des griechischen Altertums und seines Erbes gegenüber steht. Für die Schilderung des Mittelalters, die in ihrem Hauptpunkt, der sich herausbildenden Trennung von privater und öffentlicher Sphäre, zu überzeugen vermag, wählt Winkler die Entwicklungen der drei großen Blöcke. Wer sich über

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