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Die Worte und die Wirklichkeit : anläßlich der Frage nach "Literatur und Selbsttötung", am Beispiel Heinrich von Kleists

Authors
Publication Date
Keywords
  • Kleist
  • Heinrich Von
  • Tod <Motiv>
  • Ddc:830

Abstract

Microsoft Word - Selbstoetung.doc BETTINE MENKE DIE WORTE UND DIE WIRKLICHKEIT, anläßlich der Frage nach ›Literatur und Selbsttötung‹, am Beispiel Heinrich von Kleists Warum, so meine Ausgangsfrage, liegt es – scheint’s – so nahe von Kleist zu sprechen, wenn das Thema »Selbsttötung« zur Verhandlung steht und der Literaturwissenschaft angetragen wird? Auch die Antwort darauf liegt so nahe – scheinbar: Er hat es selbst getan. Am 21. November 1811 auf dem Heinersdorffschen Territorio bei Potsdam, so wurde polizeilich und behördlich gemeldet, habe sich »eine fremde Mannsperson, und eine Dame erschossen« – so die Feststellungen des Königl. Preuß. Policey Rath Meyer und des Königl. Hof Fiscals Felgentreu, Richter von Heinersdorf. Man fand die beiden Leichen auf einem ungefähr 100 Schritt von der Chaussé zur linken Hand ab, dicht an der sogenannten kleinen Wannsee liegenden Hügel, welcher auf der Mittagsseite mit Bäumen bewachsen, die Aussicht auf einen Theil der Wannsee, und der Chaussé nach Potsdam gewährt und zwar beide in einer kleinen Grube, [...] mit dem Gesicht gegen einander über [...], die Mannsperson [...] das Gesicht um den Mund herum, jedoch nur wenig, mit Blut beschmutzt; die Frauensperson [...] [mit] einem blutigen Fleck von der Größe eines Thalers unter der linken Brust [...]. Sonst waren keine Spuren äußerer Gewalt an beiden Körpern zu entdecken. So zitiere ich auszugsweise die ›Acten‹. Zu dem Akt, der nicht nur Selbsttötung Heinrich von Kleists war, sondern zuvor dessen Tötung der Henriette Vogel, sind die amtlichen Aktenstücke nachzulesen, polizeiliche und medizinische Berichte, die der Obduktion und Vernehmungsprotokolle liegen in Form der ›Abschriften der von dem Hoffiskal Felgentreu in Untersuchungs-Sachen betreffend die Auffindung der Leichname des ehemaligen Lieutenants v. Kleist und der verehl. Rendant Vogel aufgenommenen Verhandlungen‹ vor, die aus Nachlässen 1925 (als 5. Band der ›Schriften der Kleist-Gesellschaft‹) veröffentlic

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