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Endoprothetik am rheumatischen oberen Sprunggelenk:Historie und Zukunftsperspektive

Authors
Journal
Fuß & Sprunggelenk
1619-9987
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
4
Issue
2
Identifiers
DOI: 10.1007/s10302-006-0219-z
Keywords
  • Ankle Joint
  • Ankle Arthroplasty
  • Rheumatoid Arthritis
  • Osg
  • Sprunggelenksprothese
  • Rheumatoide Arthritis

Abstract

Zusammenfassung Das differentialtherapeutische Konzept in den fortgeschrittenen Larsen-Dale-Eek (LDE)-Stadien 4 und 5 umfasst neben der Arthrodese auch die prothetische Versorgung des oberen Sprunggelenkes. Die kritischen Ergebnisse mit zementiert verankerten Sprunggelenksprothesen der ersten Generation lassen die Arthrodese vorteilhaft erscheinen. Die Nachteile der Sprunggelenksarthrodese liegen jedoch in der langen Ruhigstellung, der erhöhten mechanischen Belastung der subtalaren Gelenke und dem Pseudarthroserisiko. Die rekonstruktive Versorgung mit einer Sprunggelenksendoprothese ermöglicht dem Patienten im Vergleich zur Fusion eine wesentlich schnellere Remobilisierung mit Erhalt der Abrollvorgänge und Korrekturmöglichkeiten im Sprunggelenk [15]. Die Entwicklung der Sprunggelenksendoprothetik beginnt Anfang der 70er Jahre mit der Einführung der Zweikomponenten-Prothesen. Nach anfänglich optimistischen Resultaten zeigten diese Modelle im mittelfristigen Verlauf nicht akzeptable Revisionsraten zwischen 20 und 40%. Büchel und Pappas mit der B.P.-Prothese und H. Kofoed mit der S.T. A.R.-Prothese inaugurierten das Prinzip der modernen meniskustragenden Dreikomponentenprothese. Zwischen der anatomisch geformten Taluskappe und einer planen Tibiabasisplatte bewegt sich – frei zur Tibia, geführt durch die Formgebung der Taluskomponente – ein Polyäthylengleitkern. Die mittelfristigen Ergebnisse der aktuellen 3-Komponentenprothesen sind sehr ermutigend. In den letzten 15 Jahren wurden entscheidende Fortschritte im Hinblick auf Design und Technik der Sprunggelenksprothetik erreicht. Unsere Patienten können, nach einer gut implantierten Prothese, über einen mittelfristigen Zeitraum von 8–10 Jahren mit einer schmerzfreien Funktion des operierten Sprunggelenks rechnen. Trotz der einheitlich guten klinischen Ergebnisse mit den modernen Sprunggelenksimplantaten sind längst nicht alle Probleme gelöst. Basierend auf den Erfahrungen mit verschiedenen Prothesensystemen hat die Autorengruppe die TARIC® Prothese entwickelt. Die ersten Probeimplantationen an Leichenpräparaten sind sehr viel versprechend und wir hoffen bald über die ersten klinischen Ergebnisse berichten zu können.

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