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Mourir en silence [La violence ordinaire d'une ville brésilienne]

Authors
Journal
Actes de la recherche en sciences sociales
0335-5322
Publisher
CAIRN
Publication Date
Volume
104
Issue
1
Identifiers
DOI: 10.3406/arss.1994.3114

Abstract

Sterben in der Stille Die alltägliche Gewalt einer brasilianischen Stadt Alarmierende Meldungen über Organ-Handel und Raub von Kinder und eine quasi-ontologische Beunruhigung und Unsicherheit über den Besitz des eigenen Körpers werden in nichts durch die Gleichgültigkei« der Bürokratie » gegenüber dem Leben und Sterben der « Marginalen » der Elendsviertel, d.h. den vom Land zugewanderten Arbeitslosen, jugendlichen Delinquenten, auf der Strasse lebenden Kindern und den Armsten der Armen dementiert öffentliche Rituale, durch die zwischen den Menschen der Elendsviertel und dem Staat, dem Krankenhaus, dem Standesamt, dem Leichenhaus und dem Gemeinde-Friedhof ein Kontakt entsteht, weben in der Tat nur den Kontext einer Banalisierung des Grauens. Dabei werden anscheinend unverständliche und unvoraus-sehbare Ereignisse, wie das Verschwinden von Personen oder das Foltern zu einer vorherseh- und erwartbaren Norm für all die, die sozial bedeutungslos geworden sind.

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