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Gnosis im Neuen Testament, zumal in den Paulusbriefen

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Publisher
Institute of Philosophy and Theology of Society of Jesus
Publication Date

Abstract

Der Verfasser gibt uns zuerst einen gedrängten Überblick über die Entwicklung der Gnosisforschung seit Harnack, Bousset und Reitzenstein, und seit dem Eingriff von Hans Jonas. Er kritisiert die motivgeschichtliche Methode, aber auch die von H. Jonas. Im grossen und ganzen stimmt er den neueren Fachmännern bei, über den Ort und die Zeit der Entstehung der Gnosis, über den Begriff des Erlösten Erlösers usw. Die Meinung einiger protestantischer Gelehrten, daß die Gnostiker ziemlich spät, vielleicht erst in der zweiten Hälfte des 2. Jhs, sich von der Kirche getrennt haben, scheint ihm der neutestamentlichen und der ältesten patristischen Bekämpfung zu widersprechen. Die Vorwürfe der Kirchenväter betreffs der Unzucht gewißer Gnostiker dürfen nicht verallgemeinert, nicht mißverstanden, aber auch nicht einfach als furor haereticus abgelehnt werden. Was Paulus betrifft, erklärt sich der Verfasser gegen den Pangnostizismus des W. Schmithals, folgt aber gern einigen seinen hermeneutischen Vorschlägen. Er behandelt eingehend das Problem der Korintherbriefe, die Beziehungen der Gnosis zur paulinischen Christologie, speziell des Kolosser — und des Epheserbriefes, ganz besonders die angebliche Abhängigkeit, nur terminologische oder sogar begriffliche, des Leib-Christi-Gedankens von der Gnosis. Hierin glaubt er sich mit H. — M. Schenke verpflichtet, von E. Käsemann und H. Schlier Abschied zu nehmen, ohne die sonstigen Vorzüge des Kommentars H. Schliers zum Epheserhrief herabzuwürdigen.

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