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Nationale und transnationale Städtenetzwerke in der Alpenregion

Authors
Publisher
Deutschland
Publication Date
Keywords
  • Life Sciences
  • Biology
  • Biowissenschaften
  • Biologie
  • Stadt
  • Funktion
  • Alpenraum
  • Internationale Interdependenz
  • Österreich
  • Schweiz
  • Regionalpolitik
  • Vernetzung
  • Organisationen
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Netzwerk
  • Klimaschutz
  • Problemlösen
  • Finanzierung
  • Entwicklung
  • Gemeinde
  • Bestandsaufnahme
  • Ecology
  • Environment
  • Ökologie Und Umwelt
  • Descriptive Study
  • Deskriptive Studie

Abstract

"Die vorliegende Studie thematisiert die Netzwerke 'Allianz in den Alpen' und das 'Klimabündnis Österreich', die nationale Organisation des europäischen Städtenetzwerks 'Klima-Bündnis/ Alianza del Clima e.V.' Zunächst wird ein theoretischer Überblick über Definition, Entstehung, Stabilität, Funktionsweise und Problemlösungsfähigkeit von Netzwerken gegeben. Nach einer Darstellung von Entwicklungen nationalstaatlicher Nachhaltigkeitspolitiken in Österreich und der Schweiz werden die Netzwerke 'Allianz in den Alpen' sowie das 'Klimabündnis Österreich' näher beleuchtet (Entstehung, Ziele, Strukturen, Finanzierung und Entwicklung). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Entstehung beider Netzwerke primär als Reaktion auf spezifische Problemlagen gedeutet werden kann, die im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung gesehen werden. Beide Netzwerke können als problemorientierte Netzwerke bezeichnet werden: Während die 'Allianz in den Alpen' sich dezidiert auf die besonderen Probleme des Alpenraums bezieht, konzentriert sich das 'Klimabündnis Österreich' speziell auf die politischen Handlungsfelder, die mit der Problematik einer Klimaveränderung im Zusammenhang stehen, sowie auf die transnationale Zusammenarbeit mit den indigenen Völkern des Amazonasbeckens. Beide Netzwerke befinden sich in einer Wachstumsphase im Sinne eines langsamen, aber stetigen Mitgliederzuwachses. Diese Tatsache schließt jedoch für beide Netzwerke eine ungleichmäßige Mitgliederentwicklung ein; so sind in einzelnen Ländern sehr viele Gemeinden den Netzwerken beigetreten, während in anderen Ländern nur wenige Gemeinden Mitglieder sind. Für das 'Klimabündnis Österreich' lässt sich allerdings feststellen, dass bereits zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung in Gemeinden leben, die dem Klimabündnis beigetreten sind. Beide Netzwerke sind erfolgreich im Aufbau von Netzwerkstrukturen. Das Klimabündnis besitzt zum Beispiel eine nationale Geschäftsstelle sowie Geschäftsstellen in den Regionen, während die 'Allianz in den Alpen' vor der Einrichtung einer solchen Stelle steht. Materiell sind die Netzwerke hingegen mäßig erfolgreich. Die klimapolitische Bilanz des 'Klimabündnisses Österreich' fällt nüchtern aus. Die 'Allianz in den Alpen' kann zwar eine Reihe von 'Best Practice'-Projekten vorweisen; inwiefern diese jedoch materiell zur nachhaltigen Entwicklung beigetragen haben, lässt sich nicht eindeutig konstatieren. Dabei ist zu beachten, dass sich der materielle Erfolg für das Klimabündnis eindeutiger feststellen lässt, da das Klimabündnis den Gemeinden quantitative Zielindikatoren vorgibt, während für die 'Allianz in den Alpen' ein Zielinventar in Form von Nachhaltigkeitsindikatoren erst entsteht. Für beide Netzwerke lassen sich Kriterien bestimmen, die für ihren Erfolg zumindest eine der Voraussetzungen bilden: 1. die Repräsentanz der Muttersprachen als Arbeitssprachen im Netzwerk; 2. gegenseitiges Lernen durch persönliche Begegnungen der Akteurinnen und Akteure; 3. eine intensive und finanziell gesicherte Betreuung der Gemeinden vor Ort; 4. aktive Einzelpersonen in den Gemeinden, die sich im kommunalpolitischen Alltagsgeschehen für die Verpflichtungen, die aus dem Netzwerkbeitritt resultieren, einsetzen. Die Nationalstaaten Schweiz und Österreich unterstützen die Netzwerke 'Allianz in den Alpen' respektive das 'Klimabündnis Österreich', allerdings ist diese Unterstützung in beiden Fällen jeweils auf die nationale Organisation der Netzwerke beschränkt. Diese Tatsache leistet möglicherweise einer ungleichen Mitgliederverteilung innerhalb der einzelnen Länder Vorschub." (Autorenreferat)

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