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Autobiographien als Medien lebensgeschichtlicher Erinnerungen : zentrale Lebensthemen und autobiographische Schreibformen in Frauenautobiographien um 1900

Authors
Publisher
Deutschland
Publication Date
Keywords
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Women´S Studies
  • Gender Studies
  • Frauen- Und Geschlechterforschung
  • Interpretation
  • Frau
  • Lebenslauf
  • Methodologie
  • Geschlechtsrolle
  • Identität
  • Erinnerung
  • Biographie
  • Schreiben
  • Text
  • Wahrheit
  • Erzählung
  • Narration
  • Lebensweise
  • Interpretation
  • Woman
  • Life Career
  • Methodology
  • Gender Role
  • Identity
  • Reminiscence
  • Biography
  • Writing
  • Text
  • Truth
  • Narrative
  • Narration
  • Way Of Life
  • Basic Research
  • Development Of Methods
  • Theory Application
  • Grundlagenforschung
  • Methodenentwicklung
  • Theorieanwendung

Abstract

Ziel der Betrachtung ist die Frage nach dem wechselseitigen Zusammenhang von Gegenstand und Form in Bezug auf die Analyse von Lebensproblemen und Selbstidentifikationen von Autobiographinnen. In diesem Sinne werden die methodische und methodologische Vorgehensweise bei der Analyse von Frauenautobiographien von 1890 bis 1914 und deren Ergebnisse vorgestellt. Neben der Auswahl der Untersuchungsgruppe wird die Analyse der Autobiographien nach dem Verfahren der 'Grounded Theory' vorgestellt. Als Resultat ergaben sich für die Autobiographien fünf Lebensthemen: Familie, Beruf, Politik, Dichtkunst und Musik. Die Hauptrepräsentanten der jeweiligen Lebensthemen sowie die dazugehörigen Vergleichsfälle wurden ausführlich sequenzanalytisch interpretiert. Hierzu wurde auf Interpretationsverfahren narrativer Interviews (Fritz Schütze) zurückgegriffen. Bei der Vorstellung einiger Ergebnisse der Autobiographie-Analyse wird deutlich, dass die Autobiographinnen ein weites Spektrum autobiographischer Schreibformen nutzen. Sie teilen ihre lebensgeschichtliche Entscheidung für ein zentrales Lebensthema häufig in szenisch gestalteten Schlüsselszenen mit, die zeigen, dass es fast immer eine Konfliktsituation war, die dem Lebensthema zugrunde lag. Die Analyse der Schlüsselszenen und der Schilderungen zentraler biographischer Entscheidungssituationen verweisen bei allen Frauen auf ein Aufeinanderprallen von Ich und der Welt. Dieser Prozess führte bei den Frauen im Gegensatz zu ihren traditionellen Rollen zu einer neuen Selbstauffassung und zu einem autobiographischen Selbstbewusstsein. (ICH)

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