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Verhältnis des Körperlichen zum Geistigen und die Entwicklung des Geistigen bei Leibnitz

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Universitäts- und Landesbibliothek

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Bericht - Das Verhältnis des Körperlichen zum Geistigen und die Entwicklung des Geistigen bei Leibnitz Das Verhältnis des Körperlichen zum Geistigen und die Entwicklung des Geistigen bei Leibniz. Von Oberlehrer Jaenicke. •L'er monistische Spiritualismus, als dessen Hauptbegründer Gottfried Wilhelm Leibniz ange¬ sehen werden kann, sucht das geistige und körperliche Geschehen aus einem Begriff der Substanz zu ent¬ wickeln, welcher gleichzeitig die Selbständigkeit des subjektiven Bewußtseins und die Realität einer außer diesem stehenden geistigen Welt verbürgt. Indem diese psychologische Richtung diesen Ausgangs¬ punkt nimmt, tritt sie in einen schroffen Gegensatz zum monistischen Materialismus, der nur eine Sub¬ stanz, die Materie, kennt und das Psychische als eine Wirkung oder Eigenschaft der organisierten Materie zu erklären sucht oder das Geistige als eine Folgeerscheinung der körperlichen Entwicklung auffaßt. Allein ein metaphysisches Prinzip — und ein solches Prinzip wird stets" die Grundlage einer jeden meta¬ physischen Psychologie bilden — kann nur dann den Anspruch auf Gültigkeit erheben, wenn alle sich daraus ergebenden Konsequenzen richtig sind. Diese Konsequenzen müssen aber auch das Gebiet der psychologischen Forschung einigermaßen vollständig erschöpfen und vor allen Dingen in die Haupt¬ probleme dieser Wissenschaft Licht zu bringen suchen. Als solche Hauptprobleme gelten die Beziehungen des Geistigen zum Körperlichen und die Entwicklung des Geistigen. Denn ohne Zweifel besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen Objekt und Subjekt, zwischen Physischem und Psychischem, andererseits aber ist die durchgängige Gebundenheit des geistigen Lebens an körperliche Vorgänge nicht' zu leugnen. Lind ebenso ist die genetische Entstehung des Psychischen in der gesamten organi¬ schen Welt sowohl wie im menschlichen Individuum ein nicht zu unterschätzendes Problem der Psycho¬ logie, dessen Lösung für alle anderen Geisteswissenschaften von hoher Bedeutung ist. Während nun aber der psychologi

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