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Weekly report for R.V. Polarstern expedition ANTXXIII-4, report no. 6 (26.03.2006),german version

Authors
Publisher
Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research
Publication Date

Abstract

Wochenbericht Nr. 6 ANT XXIII/4 FS "Polarstern" ins Amundsenmeer (Westantarktis) 20.03. - 26.03.2006 Bis zu dieser Woche hatten wir unsere Forschungsaktivitäten zum großen Teil auf den Kontinentalschelf der Westantarktis konzentriert, wo sich die Ziele unserer Untersuchungen um die Geschichte der Vereisung der Westantarktis und des Rückzuges des Eises in der Pine Island Bay drehten. Eine Komponente, der eine sehr große Bedeutung beigemessen wird, beinhaltet den Einfluss von Meeresströmungen auf die Ausbreitung und den Rückzug des Eisschildes über den Kontinentalschelf. Es liegt der Verdacht nahe, dass eine relativ warme Meeresströmung in großer Tiefe zum beschleunigten Rückzug des Pine-Island- und des Thwaites-Gletschers beiträgt. Unsere Messungen mit einer so genannten CTD-Sonde, die die Temperatur und den Salzgehalt des Wassers in verschiedenen Tiefen misst, zeigen tatsächlich Temperaturen und Salzgehalte, die in großer Tiefe vor den Schelfeisen dieser Gletscher höher liegen, als vor anderen Schelfeisen der Antarktis. Reicht dieser Unterschied aus, um diese Gletscher schneller als anderswo abfließen zu lassen? Dafür müssten diese wärmeren Wasserströmungen bis in die Bereiche kommen, in denen die Gletscher auf dem Meeresboden aufliegen, so dass sie dort vermehrt Schmelzwasser erzeugen könnten. Mit Messsonden bis an diese Bereiche („grounding zones“), die viele Kilometer von der Schelfeisgrenze landeinwärts liegen, heranzukommen, stößt an die Grenzen der technischen Machbarkeit, die wir auf dieser Expedition auch nicht angehen können. Aber um festzustellen, ob sich diese Strömungsverhältnisse mit den Jahreszeiten ändern, haben unsere Ozeanographen Frank Nitsche aus den USA und Raul Guerrero aus Argentinien Verankerungen ausgebracht, an denen Messgeräte die Temperatur und den Salzgehalt ein Jahr lang messen. Auf einer geplanten Expedition des amerikanischen Forschungseisbrechers Nathanial B. Palmer im folgenden Jahr sollen diese Verankerungen wieder geborgen werde

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