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Blütenbiologische Untersuchungen an Asteriscus maritimus, Senecio leucanthemifolius und Teucrium polium in Marseille, sowie der Einfluss des Standorts

Authors
Publisher
Universität Ulm. Fakultät für Naturwissenschaften
Publication Date
Keywords
  • Asteriscus
  • Bestäubungsökologie
  • Festland
  • Insel
  • Marseille
  • Senecio
  • Standortfaktor <Botanik>
  • Teucrium
  • Wetter
  • Ökologie

Abstract

Um festzustellen, ob bei kleinen Insel-Festland-Entfernungen (2 - 6 km) bereits ein Inseleffekt in der Reproduktionsbiologie von Pflanzen auftritt, wurden Asteriscus maritimus, Senecio leucanthemifolius und Teucrium polium auf einer Landzunge (Cap Croisette, je 2 Populationen) und auf einer Insel (Ile Ratonneau, je 1 Population) bei Marseille (Frankreich) hinsichtlich verschiedener Parameter untersucht. Abschirmungsexperimente zeigten, dass alle drei Arten ein xenogames Reproduktionssystem mit fakultativer Auto- oder Geitonogamie haben. Quantitative Untersuchungen von Blütenmorphologie, Blütenfarbe und -duft, Nektarproduktion und -zusammensetzung, Pollenproduktion, Fruchtansatz, Bestäuberspektren und -beobachtungen sowie Standortaufnahmen auf allen Standorten wurden verglichen. Ein Teil der untersuchten Parameter zeigte deutliche Unterschiede (Blütenmorphologie T. polium und S. leucanthemifolius, Blütenköpfchendurchmesser A. maritimus, Fruchtansatz A. maritimus und S. leucanthemifolius und Nektarproduktion T. polium) zwischen allen drei Standorten; ein anderer Teil unterschied sich nicht signifikant. Da in der Bestäuberabundanz keine signifikanten Standortunterschiede festgestellt wurden, ist die Vermutung, dass es sich bei den morphologischen und chemischen Unterschieden um Anpassungen an die Bestäuberarmut handelt, entkräftet. Die Unterschiede sind häufig zwischen der Insel und der Nordseite des Caps genauso groß wie zwischen der Nordseite und der Südseite des Caps. Dies spricht gegen einen evolutiv bedingten Inseleffekt. Vergleiche mit den klimatischen Verhältnissen auf allen drei Standorten weisen eher auf wetterinduzierte Wuchsformvariationen hin.

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