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Albert Schweitzer – Perspektiven eines vitalen Denkens. Geleitwort

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Croatian Philosophical Society
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Albert Schweitzer – Perspektiven eines vitalen Denkens Geleitwort Albert Schweitzer (1875–1965) war kein gewöhnlicher Philosoph. Aber auch  Platon, Aristoteles, Descartes  oder Kant, Hegel, Nietzsche  oder Heidegger  waren  keine  gewöhnlichen  Philosophen.  Eigentlich  gibt  es  keine  gewöhn- lichen Philosophen. Gerade die Ungewöhnlichkeit bzw. die Originalität des  Denkens scheint zu den wichtigsten Eigenschaften eines jeden wahren Philo- sophen zu gehören. Doch Schweitzers Ungewöhnlichkeit war noch wesent- lich außergewöhnlicher als die Ungewöhnlichkeit anderer Philosophen. Er war, verglichen mit großen und weniger großen Denkern, nicht nur anders  in seinem Stil, in seinen Fragestellungen und den angebotenen Antworten und  Lösungen, er war  in einem schwer zu durchschaubaren Sinne  so einmalig,  dass sich die akademische Philosophie fast 50 Jahre nach seinem Tod noch  immer sehr  schwer  tut,  seinen Beitrag auf den Gebieten der Ethik und der  Kulturphilosophie, wo  er  bleibende Spuren  hinterlassen  hat,  eindeutig  und  zweifelsfrei einzuordnen. Schweitzer bleibt nach wie vor ein philosophisches  Rätsel, das alle schulphilosophischen Schubladen zu sprengen scheint; er ist  und  bleibt  eine Herausforderung  und Aufgabe  für  das  zukünftige  ethische  Denken und Handeln.  Es gibt sehr viele Facetten seiner Einmaligkeit und Ungewöhnlichkeit sowohl  innerhalb  seiner  theoretischen als  auch praktischen Tätigkeit. Nicht  zuletzt  wird nur eine vernachlässigend geringe Anzahl von Menschen zur lebenden  Legende; und Schweitzer ist das durchaus gewesen, natürlich, ohne dies zu  wollen. Allerdings  nicht  als  Philosoph,  sondern  eher  als  Philanthrop  und  Friedenskämpfer, oder, noch genauer gesagt: als Mensch. Das Entscheidende  seiner  spezifischen Besonderheit  auf  dem Gebiet  der  Philosophie war wo- möglich die Tatsache, dass seine Philosophie wesentlich mehr als bloß eine  neue Schulphilosophie sein wollte; deshalb war sie ja auch nicht gerade aka- demisch korrekt. Eigentlich g

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