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Subjektivierte Taylorisierung : Organisation und Praxis medienvermittelter Dienstleistungsarbeit

Authors
Publisher
Hampp
Publication Date
Keywords
  • Naturwissenschaften
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Science
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Wirtschaftssektoren
  • Industrie- Und Betriebssoziologie
  • Arbeitssoziologie
  • Produktion
  • Fertigung
  • Economic Sectors
  • Sociology Of Work
  • Industrial Sociology
  • Industrial Relations
  • Manufacturing
  • Dienstleistung
  • Direktmarketing
  • Telefon
  • Taylorismus
  • Arbeitsorganisation
  • Arbeitszeitflexibilität
  • Wirtschaftszweig
  • Standardisierung
  • Arbeitsbedingungen
  • Arbeitssituation
  • Mitarbeiter
  • Kundenorientierung
  • Arbeitsablauf
  • Arbeit
  • Motivation
  • Arbeitsbelastung
  • Kommunikationsverhalten
  • Betrieb
  • Informationswirtschaft
  • Telekommunikation
  • Eisenbahn
  • Call Center
  • Subjektivierung
  • Personalmanagement
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Service
  • Direct Marketing
  • Telephone
  • Taylorism
  • Work Organization
  • Working Time Flexibility
  • Branch Of The Economy
  • Standardization (Meth.)
  • Working Conditions
  • Job Situation
  • Co-Worker
  • Customer Orientation
  • Workflow
  • Labor
  • Motivation
  • Workload
  • Communication Behavior
  • Firm
  • Information Industry
  • Telecommunication
  • Railroad
  • Call Center
  • Subjectivation
  • Human Resource Management
  • Federal Republic Of Germany
  • Empirisch
  • Empirisch-Qualitativ
  • Empirical
  • Qualitative Empirical

Abstract

"Das Buch präsentiert vor dem Hintergrund eines empirischen Forschungsprojektes mit der Perspektive der subjektivierten Taylorisierung einen neuen Blick auf medienvermittelte Dienstleistungen. Jenseits euphemistischer Verweise auf ganzheitliche Aspekte berücksichtigende Arbeitsorganisation, wie sie insbesondere den betrieblichen Selbstdarstellungen eigen sind, aber auch in Distanz zu fatalistisch anmutenden Diagnosen rein tayloristischer Arbeitspraxis wird die Organisation medienvermittelter Arbeit in Call Centern als lebendige Auseinandersetzung zwischen betrieblichen Akteuren gefasst, die eine facettenreiche Arbeitswirklichkeit konstruiert. Die im Zuge der Rationalisierung der Kundenbeziehungen ursprünglich nur als notwendige Ergänzung technisierter Kommunikationswege vorgesehene Nutzung personaler Qualitäten der Arbeitenden verselbständigt sich: statt partieller Kompetenzen wird die ganze Person in die Tätigkeit eingebracht. Den Beschäftigten kommt die Rolle eines mehr oder weniger offen agierenden eigensinnigen Akteurs zu, der individuelle Ansprüche an die Arbeit unter Umständen nicht nur (ggf. kollektiv) formuliert, sondern alltäglich praktiziert. Das Management sieht sich vor einen neuen Legitimationsdruck hinsichtlich des eigenen Wirkens gestellt und zieht sich durch das Delegieren praxisnaher Gestaltungsfelder an untere Hierarchieebenen auf Rahmensetzungen und deren Kontrolle zurück. In diesen gegenläufigen Bewegungen des Eindringens und des Rückzugs etabliert sich eine Arbeitswirklichkeit, die gleichermaßen durch kleinteilige Kontrolle wie partiell große Freiräume gekennzeichnet ist. Subjektivierte Taylorisierung stellt damit eine erweiterte Entäußerung personaler Kompetenzen wie den Zwang zur, aber auch die Chance auf ausgeweitete Partizipation dar." (Autorenreferat)

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