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Abschlussbericht: Neue Technologieansätze für automatisierbare Terminals im kombinierten Verkehr (TaT), Teilvorhaben: Hochpräzise, verlässliche Ortung von Kranen und mobilen Einheiten

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Publication Date
Keywords
  • Bahnsysteme
  • Institut Für Kommunikation Und Navigation

Abstract

Aufgrund des stetig steigenden Aufkommens im Güterverkehr – insbesondere im kombinierten Verkehr – und der politischen Zielrichtung den Modal Split zugunsten des Schienenverkehrs zu beeinflussen, bedarf es neben einer Erweiterung von Eisenbahninfrastrukturen einer Optimierung der vorhandenen Infrastrukturen zur Kapazitätserhöhung. Besonderer Fokus liegt im kombinierten Verkehr insbesondere auf den Umschlagbahnhöfen Schiene – Straße (Terminals des kombinierten Verkehrs). Diese Motivation aufgreifend wurde das Forschungsvorhaben und Verbundprojekt „Neue Technologieansätze für automatisierbare Terminals im kombinierten Verkehr“ (TaT) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Im Teilvorhaben „Hochpräzise, verlässliche Ortung von Kranen und mobilen Einheiten“ hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Institut für Verkehrssystemtechnik und Institut für Kommunikation und Navigation, ein auf Basis von Satellitennavigation basierendes Ortungssystem für Kräne entwickelt. Für eine Teilautomatisierung des Terminalbetriebs ist die hochgenaue Positionsbestimmung der Kräne unerlässlich, deren Positionsbestimmung der Längsfahrt aufgrund von Schlupfverhalten der Stahlräder auf den Schienen problematisch ist. Hierzu hat das DLR ein Ortungssystem im Labor am Standort Neustrelitz und im Umschlagbahnhof der DUSS mbH in Kornwestheim entwickelt und erprobt, welches auf Basis von phasenbasierten Differential-GNSS (RTK - Real Time Kinematic) eine hochgenaue Ortung mit einer Genauigkeit < 10 cm ermöglicht. Hierzu wurde eine Algorithmik entwickelt, die für das Umfeld Portalkrane in Umschlagbahnhöfen geeignet ist. Des Weiteren wurde eine anforderungsgerechte Schnittstelle zwischen dem Ortungssystem und dem Kran spezifiziert und umgesetzt, damit die Ortungsinformation vom Kran und daran angeschlossenen weiteren Systemen zur Optimierung der Terminalkapazitäten in Echtzeit genutzt werden kann. Die physische Machbarkeit des Ortungssystems wurde anhand des Demonstrators im Unschlagbahnhof Kornwestheim am 13. Mai 2011 Teilnehmern aus Wirtschaft, Forschung und Politik präsentiert.

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